Sat-ABC

a

AC3
AC3 ist ein ursprünglich von Sony entwickeltes Dolby-Digital-Tonformat, das sechs Tonkanäle überträgt. AC3-Sendungen werden derzeit nur von Pro 7 und Premiere World ausgestrahlt.

Access Control System
Mit dem Access Control System wird sicherstellt, dass nur berechtigte Personen die Übertragungsdienste nutzen. Dazu wird das Signal verschlüsselt. Die Empfänger, die als Abonnenten für die Signalnutzung bezahlen, benutzten dann kodierte elektronischer "Schlüssel", um die berechtigten Empfänger die verschlüsselten Programme auch tatsächlich sehen können.

ADR
... steht für ASTRA Digital Radio. Dieser Dienst umfassst die Übertragung frei empfangbarer öffentlich-rechtlicher und privater Radioprogramme, die über die ASTRA-Satelliten 1A bis 1D digital in Fast-CD-Qualität digital empfangen werden können.

All-or-nothing-effect
Gibt es beim Empfang analoger Signale Übertragungsprobleme, wird das Signal zunehmend schlechter. Der Vorteil einer digitalen Übertragung liegt demgegenüber darin, dass das System Fehler per FEC automatisch herausrechnet und so einen unverändert optimalen Empfang gewährleistet (all). Erst wenn die Fehlerrate zu groß wird und nicht mehr herausgerechnet werden kann, fällt das Signal plötzlich komplett aus (nothing).

Amplifier
siehe "Line amplifier"

API
Das Application Programm Interface ist eine Schnittstelle zwischen Computerbetriebssystem und der jeweiligen Anwendungssoftware. Von einer „offenen“ Schnittstelle spricht man, wenn ihre Daten den Anwendern bekannt sind und ihnen frei zur Verfügung stehen. Gäbe es beispielsweise für betanova, das Betriebssystem der d-box, eine offene Schnittstelle, könnten alle Herstelle Digital-Reciever für dieses Betriebssystem produzieren.

ARCS
bedeutet ASTRA Return Channel System. Damit ist eine Zweiwegekommunikation über Satellit möglich, bei der Multimediadaten von zu Hause oder vom Büro mit bis zu 2 MBits/s über ein Ka-Band versendet werden können. Der Datenempfang erfolgt dagegen über Ku-Band.

Artefakt
Die durch automatisch Fehlerkorrekturen in einem digitalen Signal erzeugten Bildschirmeffekte (siehe All-or-nothing-effect).

ASTRA
Warenzeichen und Handelsmarke des ASTRA-Satellitensystems, das im Besitz der Société Européenne des Satellites ist und von ihr betrieben wird.

Asymmetrische Übermittlung/ Asymmetric transmission
Zweiwege-Übertragung, bei der die für den Datenempfang erforderliche Bitrate sich von den für den Datenevrsand unterscheidet. Meist ist die Datenrate für den Empfang (Vorwärtspfad) hoch, für den Versand (Abwärtspfad) niedrig.

Audio subcarrier
Der Audio Subcarrier ist das Signal neben dem Fernsehbild, mit dem die Ton-Information übertragen wird. Dabei kann es sich entweder um Fernseh- oder Radioton handeln.

AVL (Automatic Volume Limiter)
Bei einigen Sendern ist die Lautstärke der Werbesendungen wesentlich höher als die des normalen Programms. Durch die AVL - Funktion findet ein automatischer Lautstärkeausgleich zwischen Programm und Werbung statt.

Azimut
Der Azimut gibt den horizontalen Winkel oder Kompasswinkel der Parabolantenne in Grad an. Dabei bedeuten per Definition 0° Norden und 180° Süden. Wichtig für die Ausrichtung der Antenne ist neben dem Azimut die Elevation, die den vom Horizont aus gemessenen Höhenwinkel der Antenne beschreibt.


b

Bandbreite
Derjenige Frequenzbereich in Hertz (Hz) innerhalb des übertragenen Frequenzbereichs, der von einem modulierten Träger besetzt wird. Je größer die Bandbreite ist, desto mehr Informationen können übertragen werden. Breitbandübertragung werden alle Formen von Telekommunikation gennant, für die ein großer Frequenzbereich erforderlich ist.

BetaCrypt
BetaCrypt ist ein Verschlüsselungsverfahren, das bei „Premiere World“ eingesetzt wird.

Bildverbesserungen
Bildverbesserungen sind Schaltungen, die das Bild bei 100 Hz-TV-Geräten weiter verbessern sollen. Dazu wird beispielsweise die Geschwindigkeit der Elektronenstrahlen in der Bildröhre moduliert oder die Qualität der Farbsignale verbessert. Oft ist die Bildschärfe stufenlos regelbar, was die Bildschärfe auch an Kanten stark verbessert.

BIT/ Byte
Ein Bit (abgekürzt für binary digit) ist die kleinste Informationseinheit im binären Datensystem, die die Werte 0 oder 1 annehmen kann. Acht bits ergeben ein Byte. Gerechnet wird in den Potenzen der Basis Zwei. Daher: 1KB (Kbyte) = 2^10 Bytes bzw. 1024 Bytes, 1MB (Mbyte) = 1024 KB, 1GB = 1024 MB.

Bitrate
Menge der seriellen digitalen Information, die in einer bestimmten Zeit übertragen wird, gemessen in Bits bzw. Megabits pro Sekunde (Mbit/s).

Bit error rate/ Bitfehlerrate (BER)
Die Bitfehlerrate ist ein Maß für die die Qualität eines empfangenen demodulierten Digitalsignals. wobei niedrige Fehlerraten logischerweise gute Signale bedeuten. Eine Fehlerrate von 10-5 bedeutet einen Fehler pro 100 000 Bits.

Black-Standard
Bildröhre, die sich durch brillante Farben und hohen Kontrast einerseits und sehr niedrige Blendungs- und Reflexionswerte andererseits auszeichnet und dadurch auch bei Tages- und Streulicht ein hervorragendes Bild liefert.

Bouquet
In einem Bouqeut schließen Anbieter ihre Programme zu einem Programmpaket zusammen, das dann über einen Satellitentransponder übertragen wird. Somit können auf einer einzigen Trägerfrequenz bis zu zehn TV-Programme moduliert werden.

Bit stream
Eine Bit stream ist eine Folge von Bits.

c

CA (Conditional Access)
Conditional Access ist ein System zur Zugriffskontrolle. Der Nutzer kann nur dann auf Leistungen und Programme zugreifen, wenn er die Bedingungen dafür erfüllt – das heißt in der Regel: Wenn er für die Nutzung der aus urheberrechtlichen oder kommerziellen Grünen verschlüsselten Programme bezahlt hat.
Technisch wird dieser "bedingte Zugang" über ein Smartcard-System, das das übertragene Datensignal erst bei Vorliegen der Zugangsvoraussetzungen weiterleitet und entschlüsselt. Dieses System kann entweder direkt in den Reciever eingebaut sein (sogenannte "embedded"-Lösung) oder in Form eines Steckmoduls (sogenanntes CA-Modul) vorliegen.
Beispiele für in Europa eingesetzte Verschlüsselungssysteme sind IRDETO, VIACCESS, Nagravision, Cryptoworks, Videoguard und CONAX.

CICAM
CICAM ist zusammengesetzt aus "CI" für Common Interface und "CAM" für das Conditional Access Modul. Der Begriff bringt zum Ausdruck, dass in einem CICAM-Gerät eine integrierte Schnittstelle vorliegt. Wenn der Kunde für verschiedene Pay-TV-Dienste eine Zugangsberechtigung besitzt, ermöglicht die gemeinsame Schnittstelle den Empfang der verschiedenen (und verschieden verschlüsselten) Dienste, weil verschiedene CAMs bedient werden können. CICAM-Reciever sind dadurch weit zukunftssicherer als etwa Reciever mit einem für ein bestimmtes Verschlüsselungsverfahren fest eingebauten CA-Modul. Alle führenden europäischen Set-Top-Boxen-Hersteller bieten CICAM-Reciever an.

Common Interface (CI)
Das Common Interface ("gemeinsame Schnittstelle") ist eine standardisierte Einheitsschnittstelle für Pay-TV-Decoder. Diese Schnittstelle dient den DVB-Receivern zum Anschluss eines CA- Moduls (Conditional Access-Moduls) zur Entschlüsselung von Pay- TV- Programmen. Dadurch muss nicht für jedes Pay- TV- Angebot eine eigene Box angeschafft werden. Bei Bedarf sind CA- Modul und entsprechende Smart- Card austauschbar, wodurch der Receiver flexibel für verschiedene Verschlüsselungssysteme eingesetzt werden kann. Demnächst sollen einer Gesetzesinitiative des Europäischen Parlaments zufolge nur noch Reciever mit dieser Hardwarekomponente zugelassen werden.

Conditional Access-Modul (CA-Modul)
Das Bauteil/Modul, das die CA-Technik enthält. Meist als steckbarer Einschub mit integriertem Kartenleser, der in den Common-Interface-Schacht gesteckt wird.

Coverage
Beschreibt die Abdeckung eines bestimmten Satelliten, angegeben in der Zahl der Haushalte, die zumindest einen Kanal dieses Satelliten empfangen kann.

d

d-box
Bezeichnung für den in Deutschland und Österreich eingesetzten Digital-Receiver, mit dem die Pay-Programme von DF1 und Premiere empfangen werden können.

DAB
Digital Audio Broadcasting ist ein System zur Übertragung von Radioprogrammen, bei dem neben den normalen Audioinformationen wie Sprache und Musik auch Metainformationen wie Bilder und Hintergrundtexte mit einer geringen Bitrate gesendet werden können.

Datenrate (Mbit/s und kBit/s)
s. auch Bitrate.
Die Datenrate ist entscheidend für die Übertragungsqualität. Um die Qualität analoger Fernsehprogramme zu erreichen, sind Übertragungsraten von 5 bis 6 Megabit pro Sekunde (MBit/s) nötig. Für eine klanglich hochwertige Radioübertragen genügen dagegen schon 192 kBit/s.

Decoder
Sammelbegriff für alle Geräte, die – in der Regel in Verbindung mit einer Chipkarte – decodierte Signale entschlüsseln können.

Digitalausgang
Als Digitalausgang werden die beiden optischen und elektrischen Audioausgänge bezeichnet, mit denen Töne, etwa für Dolby-Digital-Systeme, digital ausgegeben werden können.

Digitales Fernsehen
Seit einigen Jahren werden einige Rundfunk - und Fernsehprogramme auch digital übertragen. Der große Vorteil der digitalen Übertragung ist, dass durch Komprimierungsverfahren mehrere Programme auf einer einzelnen Frequenz übertragen werden können. So werden zum Beispiel auf der Frequenz von ARD Digital 18 Fernsehprogramme übertragen, nämlich die drei nur digital zu empfangenden Programme EinsMuXx, EinsExtra, EinsFestival, die neun Dritten Programme, das Bildungsprogramm BR-alpha und die öffentlich-rechtlichen Gemeinschaftssender 3sat, ARTE, KI.KA und PHOENIX. Zusätzlich werden über diese Frequenz 22 Radiosender übertragen.
Dazu hat die digitale Übertragung den Vorteil, eine komfortablere Bedienung zu ermöglichen, beispielsweise durch den bereitgestellten elektronischen Programmführer.
Außerdem sind Bild- und Tonqualität besser als beim analogen Fernsehen.

Digitale Kompression
Durch Kompression wird die zu übertragende Datenmenge für den Empfang von Audio- und Fernsehprogrammen reduziert. Dabei bleiben vor allem redundante Daten unberücksichtigt und werden minimale Qualitätseinbußen in Kauf genommen, um die vorhandenen Übertragungskapazitäten optimal ausnutzen zu können.

DINO
Die Digital Networks Operations ist eine Abteilung der ASTRA, die die Qualität aller übertragenen Daten kontrolliert und garantiert.

DiSEqC™ ("Digital Satellite Equipment Control")
DiSeqC™ ist der von Eutelsat in Zusammenarbeit mit Philips entwickelte
Standard zur Steuerung von digitaltauglichen Satellitenanlagen. Mittels DiSEqC kann der Benutzer leicht verschiedene Satelliten wie ASTRA oder Eutelsat ansteuern, Drehantennen ausrichten oder benutzerdefinierte Einstellungen von Mehrteilnehmeranlagen aufrufen.

Drehantenne
Als Drehantenne wird eine Satellitenschüssel bezeichnet, die mit Hilfe eines Motors auf unterschiedliche Satellitenpositionen ausgerichtet werden kann.

Dolby Digital
s. auch AC3
Dolby Digital ist ein Tonformat, das sechs Tonkanäle überträgt. AC3-Sendungen werden derzeit nur von Pro 7 und Premiere World ausgestrahlt.

DVB (Digital Video Broadcast)
DVB ist Standard für das MPEG-Format, der in Europa für die digitale Fernsehübertragung entwickelt worden ist und in allen in Europa verkauften Set-Top-Boxen integriert ist. Der Standard beinhaltet auch die Conditional Access-Systeme. DVBS bezeichnet die Übertragung per Satellit und DVBC die Übertragung für Kabel. DBVT ist die Abkürzung für die terrestrische Übertragung.

e

Elevation
Die Elevation ist der Winkel, um den die Antenne horizontal gedreht werden muss, um sie auf den angepeilten Satelliten auszurichten. Zusammen mit dem vertikalen Winkel (Azimut) beschreibt die Elevation die notwendige Ausrichtung der Antenne.

EPG (Electronic Programm Guide)
EPG ist die englische Abkürzung für elektronische Programmzeitschrift. Ähnlich wie im ambitionierten Printmedium findet der Zuschauer eine ganze Füller interessanter Hintergrundinformationen zum aktuellen und künftigen Programm. Die Programmierung von Videorekordern ist mit Hilfe des EPG denkbar einfach. Darüber bieten die meisten EPGs Erinnerungs- und Kontrollfunktionen, die beispielsweise Eltern helfen sollen, die Sehgewohnheiten ihrer Kinder zu überwachen.
EPGs werden in der Regel von den einzelnen Sendern angeboten (RTL-World, ARD-Lesezeichen, "T.O.N.I" von Premiere). Auch TechniSat bietet einen plattform- und programmübergreifenden Programmführer.

Eutelsat
Eutesat ist ein europäischer Satellitenbetreiber, der eine ganze Reihe von Satelliten im All unterhält. Für den Empfang deutscher Fernsehsender sind besonders die Hotbird-Satelliten auf 13° Ost relevant.

f

FEC
Forward Error Correction: Den digitalen Programmsignalen werden zusätzliche Bits beigefügt zur Fehlerkorrektur beigefügt. Beim Empfang werden dann Fehlerkorrekturalgorithmen angewendet, um typische Fehler, die auf der Übertragungsstrecke entstehen, zu erkennen und zu korrigieren. Durch die FEC ist dadurch beispielsweise auch bei schlechtem Wetter ein störungsfreier Empfang realisierbar.

Forward path
Begriff für den Datenstrom vom Satelliten/Dienstanbieter zum Empfänger/Konsumenten.

Footprint
Die "Abdeckung" oder auch "Ausleuchtung" eines Erdausschnittes durch einen Satelliten. In einem bestimmten Raum können schlechtere Signale durch bessere und größere Satellitenschüsseln abgedeckt werden. Da die jüngeren Satellitengenerationen aber eine wesentlich höhere Abstrahlleistung haben als ihre Vorgängergenerationen, ist heute auch schon mit kleineren Spiegeln mit einem Radius von weniger als 50cm der Empfang beispielsweise der ASTRA-Signale in einem großen Gebiet möglich. Die Grenze der Abdeckung befindet sich dort, wo die Signale zu schwach sind, um die Übertragung kommerziell vermarktbar zu machen.

Free-To-Air (FTA)
Im Unterschied zu Pay-TV steht FTA für frei zu empfangende digitale TV- und Radioprogramme, auch Free-TV oder FreiSAT-Programme genannt. FTA-DVB-Receiver können ausschließlich unverschlüsselte DVB-Programme empfangen.

Free-TV
Frei empfangbare Programme, die ohne Bezahlung empfangen werden können (ARD, ZDF, Dritte, Private).

FUN (Free Universe Network)
Das Free Universe Network ist eine Arbeitsgruppe, die Mindeststandards für interaktive Set-Top-Boxen ausgewiesen hat. Das sind beispielsweise das Vorhandensein von OpenTV-Software und eines Common Interface.

g

Geostationäre Satelliten
In ca. 36.000 km Höhe über dem Äquator bewegen sich die Satelliten mit der Geschwindigkeit der Erdrotation, so dass sie unbeweglich am Himmel zu stehen scheinen.

Geschwindigkeitsmodulation
Die Geschwindigkeitsmodulation ist eine Besonderheit der flachen Blackline-Standard-Bildröhre. Moduliert wird die Geschwindigkeit des Elektronenstrahls, wodurch brillantere Farben und höhere Kontraste erreicht einerseits und sehr niedrige Blendungs- und Reflexionswerte andererseits erreicht werden. Eine Invarmaske eliminiert auch bei sehr hellen Signalen Farbfehler.

h

High-Band
Das High-Band ist der Frequenzbereich, der für die Satellitenübertragung benutzt wird (11,7 – 12,75 GHz).

Hotelmode
Die Name dieser Bedienfunktion kommt aus dem ursprünglichen Einsatzgebiet in Hotels und Pensionen. Im Hotelmode kann die verfügbare Maximallautstärke des Fernsehers gesenkt werden und es können der Sendersuchlauf und die Programmierung ausgeschaltet werden. Die Aufhebung des Hotelmodes erfolgt erst nach Eingabe eines Codes. Damit ist diese Funktion auch für Eltern interessant, die bestimmte Sender etwa vor ihren Kindern sperren wollen.

Hub
Ähnlich wie bei lokalen Computernetzwerken ist ein Hub auch im Satellitennetzwerk ein Knotenpunkt, an den Daten gesammelt, weiterverarbeitet und auch über KU-Band abgestrahlt werden können.

i

IRD
Integrated Receiver Decoder: digitaler Satellitenempfänger zum Empfang von digitalen frei- und abonnierbaren Programmen und Diensten (der Decoder ist in den IR-Decodern bereits eingebaut).

j

Keine Einträge

k

Ka-Band
Als Ka-Band wird der Frequenzbereich von 18 bis 31 GHz bezeichnet. Das Ka-Band beinhaltet sowohl Aufwärts- als auch Abwärtspfade. Für die einzelnen Satelliten sind Teile dieses Frequenzbereiches reserviert. So befindet sich der Transponderbereich von ASTRA1H zwischen 29,5 und 30,0 GHz.

Kaskade
Mit Hilfe einer Kaskade wird ein Multischalter so erweitert, dass weitere Teilnehmer über zusätzliche Ausgänge Zugang zum Dienst haben.

Ku Band
Aös Ku-Band wird der Frequenzbereich von 10,7 bis 18 GHz bezeichnet. Auch das Ku-Band beinhaltet sowohl Aufwärts- als auch Abwärtspfade.

l

Line amplifier
Ein Verstärker, der innerhalb eines Netzes zur Verstärkung des Signals benutzt wird.

Low Band
Als Low Band wird der Frequenzbereich unterhalt des Ku-Bandes bezeichnet (von 10,70 GHz bis 11,70 GHz). Im Low Band werden neben digitalen Signalen auch Analogsignale übertragen, beispielsweise von Astra.

LNB (Low Noise Block Converter)
Als LNB (bisweilen auch LNC) wird der Empfangskopf bezeichnet, der sich im Brennpunkt der Sat-Antenne befindet. Er verstärkt und konvertiert Satellitensignale aus hohen Frequenzbereichen in eine niedrigere Zwischenfrequenz, die dann vom Sat- Receiver weiterverarbeitet werden können.

m

MHP (Multimedia Home Plattform)
Die MHP ist ein auf Java basieren Standard für digitale Zusatzdienste (etwa Internet per Fernseher, interaktive Vorgänge) nach DVB-Norm. MHP-taugliche Set-Top-Boxen können diese Dienste von unterschiedlichen Anbieten empfangen. Ähnlich wie das Common Interface für den eigentlichen Dienstempfang soll die MHP zukünftiger unabhängiger Universaldecoder fungieren.

Modem
Abkürzung für MOdulator-DEModulator. Ein Modem moduliert und demoduliert Signale; die bekannteste Modulation ist die von Computersignalen für die Telefonleitung. Am Zielcomputer werden die Daten dann wieder demoduliert. Im Satellitenbereich werden sowohl die Frequenzmodulation (analoge Übertragung) als auch die Quartärgruppenmodulation (digitale Übertragung) eingesetzt.

MPEG
MPEG steht für Motion Pictures Expert Group, die dieses Kompressionsverfahren für Video- und Audiodaten entwickelt hat. Auch bei DVB-Übertragungen wird MPEG wird als Kompressionsverfahren eingesetzt. Innerhalb des MPEG-Standards gibt es verschiedene Spezifikationen (MPEG1 bis MPEG4). Dabei ermöglicht MPEG1 die Übertragung von Signalen mit einer Datenmenge von bis zu 1,5 MBit pro Sekunde. DVB-Übertragungen basieren auf MPEG2, das Übertragungen bis 100 MBit/s ermöglicht.

Multicrypt
Auch das Multicrypt-Verfahren ist Teil des DVB-Standards. Es ermöglicht den Empfang unterschiedlich verschlüsselter und mit ihrer jeweiligen Conditional-Access-Kennung gekennzeichneter Programme über das Common Interface. Steckt das passende CA-Modul im CICAM-Reciever, kann der Empfänger das Bouquet sehen. Der Vorteil dabei ist, dass keine eigenen lizenzrechtlichen Vereinbarungen zwischen dem Hersteller der Set-Top-Box und dem Programmanbieter vonnöten sind. Deshalb soll die Benutzung des Multicrypt-Standards auch auch gesetzlich vorgeschrieben werden.

MCPC ("Multiple Channel Per Carrier")
System, bei dem auf jedem Satellitenkanal mehrere Programme auf einer Trägerfreuquenz übertragen werden können, während bei analoger Übertragung pro Transponder nur ein Programm übertragen werden kann. So werden zum Beispiel auf der Frequenz von ARD Digital 18 Fernsehprogramme übertragen, nämlich die drei nur digital zu empfangenden Programme EinsMuXx, EinsExtra, EinsFestival, die neun Dritten Programme, das Bildungsprogramm BR-alpha und die öffentlich-rechtlichen Gemeinschaftssender 3sat, ARTE, KI.KA und PHOENIX. Zusätzlich werden über diese Frequenz 22 Radiosender übertragen.

Multiplex
Ein Multiplex ist ein Datenstrom, der innerhalb eines Kanals mehr als einen Service bereitstellt.

Multischalter/ Multiswitch
Multischalter ermöglichen Anschluss mehrerer Endkonsumenten an eine einzige Satellitenantenne. Dabei sind bis zu Zwölffach-Multischalter verfügbar.

n

Near-Video-on-Demand
Bezeichnung für Programmanbieter, die denselben Film auf mehreren Kanälen mit unterschiedlichen Anfangszeiten abspielen. Beginnt ein Wunschfilm auf unterschiedlichen Kanälen zeitversetzt zur vollen Stunden, entspricht das fast einer Übertragung auf Abruf/ Bestellung und (on demand).

o

Open TVTM
Open TVTM ist ein Thomson and Sun entwickeltes Betriebssystem für Digitalreciever. Diese interaktives Endpunkt-zu-Endpunkt- Anwendung wird derzeit beispielsweise von ARD, ZDF und RTL verwendet.

Orbital position
Die Orbital position ist die Position geostationärer Satelliten, die in Grad östlicher oder westlicher Breite vom Meridian zu Greenwich gemessen wird. Die ASTRA-Orbitalpositionen beispielsweise lauten 19,2°E und 28,2°E (östlicher Breite).

OSD - Anzeige/Menüführung
Als OSD (On Screen Display) wird die Menüführung am Bildschirm durch Einblendung von Texten und Grafiken bezeichnet, die die benutzerdefinierte Änderung von Einstellungen sehr erleichtert.

p

PAL
PAL (Phased Alternate Line) ist der Standard analoger Fernsehübertragung in Europa. Das 625-zeilige Bild wird mit einem Breiten-Längen-Verhältnis von 4:3 ausgestrahlt.

Pay-per-Channel (PPC)
Pay-per-Channel ist die übliche Form, in der Pay-TV in Europa angeboten wird. Der Empfänger zahlt einen monaltlichen Pauschalpreis für ein bestimmtes Programm oder ein Programmpaket (Bouquet). Das Angebot wird also von Anbieter für den Kunden zusammengestellt.

Pay-per-View (PPV)
Beim Pay-per-View dagegen stellt der Kunde selbst das Programm zusammen. Er ruft einzelne Filme und Übertragungen bei Interesse ab und bezahlt nur für die wirklich in Anspruch genommenen Leistungen. Pay-per-View ist für Kinofilme und Sportberichterstattung eine gängige Form der Bezahlung.

Pay-TV
Beim Pay-TV (auch "Bezahlfernsehen") handelt es sich um codierte Fernsehprogramme, zu denen nur Nutzer Zugang haben, die eine monatliche Gebühr an der Programmanbieter zahlen. In der Regel wird dieser Aufwand durch besondere Leistungen schmackhaft gemacht (große Programmbreite, Werbefreiheit, mehr Kamerapositionen bei Sportübertragungen etc.). Durch die weitgehende Werbefreiheit muss der Dienstanbieter seine Einkünfte über die Gebühren sichern.

Polarisation
Um die beschränkten Übertragungsfrequenzen optimal auszulasten, werden TV- und Radioprogramme vom Satelliten vertikal und horizontal polarisiert.

Programmsuchlauf
Fast wöchentlich ändern sich die von den verschiedenen Satelliten ausgestrahlten Programme. Mindestens einmal monatlich sollte der Kunde daher sein Angebot per Sendersuchlauf aktualisieren.

q

QAM (Quadrature Amplitude Modulation)
Modulationsstandard beim Kabelempfang.

QPSK (Quadrature Phase Shift Keying)
Modulationsstandard bei der Satellitenübertragung.

Quatro-LNB
Sonderform des LNB-Empfangskopfes mit vier Ausgängen. Dabei ist Ausgang 1 mit dem horizontalen Polarisation des Low-Bandes, Ausgang 2 mit der vertikalen Polarisation des Low-Bandes, Ausgang 3 mit der horizontalen Polarisation des High-Bandes und Ausgang 4 mit der vertikalen Polarisation des High-Bandes belegt. Für die Auftrennung der unterschiedlichen Empfangsebenen muss nutzerseitig ein Multischalters eingesetzt werden.

r

Receiver
Synonym für Set-Top-Box.

Rückkanal
Erst die Möglichkeit, Daten vom Nutzer an den Anbieter zu senden, eröffnet den Raum für interaktive Anwendungen. Auch Per-per-View-Systeme basieren auf Freischaltungsanfragen über den Rückkanal. Der Rückkanal kann aber nicht nur über das Antennenkabel, sondern auch über die Telefonleitung (Verbindung des Recieversmit der TAE-Dose) erfolgen.

s

Scartbuchse
Die Scartbuchse ist eine große, 21-polige Buchse an der Rückseite von Fernseh- und Videogeräten. Über Scartkabel können vielfältige Informationen zwischen dem TC-Gerät und den angeschlossenen Geräten ausgetauscht werden. Scartkabel sind heute die Standardverbindung zwischen TV-Gerät und Peripheriegeräten wie Videorekorder, DVD-Player oder Sat-Reciever.

Schnittstelle
Neben SCART sind RS232 und SCSI wichtige Schnittstellen zur Verbindung von elektronischen Geräten.

SCPC ("Single Channel Per Carrier")
Digitale Übertragungsform, bei der pro Transponder nur ein Programm mit niedriger Datenrate übertragen wird.

Servicekanal
Der Servicekanal ist ein Satellitenstrom auf dem Satelliten Astra 19,2 ° Ost, mithilfe dessen Updatedaten und EPGs übermittelt werden. Beim jeweiligen Hersteller der Set-Top-Box können die Transponderdaten der Servicekanäle erfragt werden.

Simulcrypt
Übertragungsart, bei der der Programmanbieter dem Inhalt-Datenstrom nur eine CA-Kennung beifügt. Ist dieses Verschlüsselungssystem nicht CAM-fähig, muss der Kunde einen eigenen Reciever für den übermittelten Inhalt anschaffen (bspw. die "d-box" für das Verschlüsselungsverfahren betacrypt. Nach DVB-Standard müsste aber auch dieses Verschlüsselungssystem CAM-fähig sein.

Smart-Card
Eine Smartcard ist eine telefonkartengroße Chipkarte, mit der die Verschlüsselung von Pay-TV-Sendungen aufgehoben wird. Auf der Karte sind vor allem Informationen darüber gespeichert, welche Programme der Kunde hat freischalten lassen.

Softwareupdate
Die meisten Set-Top-Boxen werden direkt über Satellit mit der neuesten Anlagensoftware versorgt, die der Kunde manuell oder automatisch aktualisieren lassen kann.

STB (Set-Top-Box)
Eine Set-Top-Box ist ein Digitalreciever, der den empfangenen MPEG- Datenstrom in analoge Bilder und Töne umwandelt. Wichtige Komponenten einer Set-Top-Box sind das Empfangsmodul selbst (mit Demodulator und Fehlerkorrektur), das CA-System (prüft, ob der Kunde das entsprechende Programm abonniert hat, s. Smartcard) und das MPEG-Modul, das die eigentliche Trennung und Umwandlung erledigt.

Symbolrate
Die Symbolrate (übermittelte Datenmenge in Megasymbols pro Sekunde, MS/s) ist ein Parameter für die Qualität des Digitalempfangs. MCPC-Kanäle (Multiple Channel Per Carrier-Kanäle, s. MCPC) haben eine Symbolrate von ca. 27.500 MS/s, SCPC-Kanäle (Single Channel Per Carrier-Kanäle, s. SPCP) verfügen über Symbolraten zwischen 4.000 und 7.000. MS/s.

t

Timer
Auch bei Satellitenrecievern ist eine timergesteuerte Aufzeichnung von Inhalten in Abwesenheit möglich.

Transponder
Ein Transponder empfängt die von einer Uplinkstation in den Orbit gesendeten Signale, verstärkt das einkommende Signal, filtert Störungen heraus und setzt es auf eine andere, auf den Empfänger abgestimmte Frequenz um. Dann wird das Signal an die Erde zurückgeschickt.
Fast alle Satelliten haben mehrere Transponder, die wiederum (s. Digitales Fernsehen) viele Kanäle umfassen können.

u

Universal LNB
Ein Universal LNB ist eine Sonderform des LNB-Empfangskopfes im Herzen der Satellitenantenne, der sowohl analoge (11-GHz-Bereich) als auch digitale (12-GHz-Bereich) Sat-Programme empfängt.

Uplinkstation
Technische Anlage auf der Erde, von der Fernsehsignale an den Satelliten übermittelt werden.

v

Verschlüsselung
Im Pay-TV eingesetztes Verfahren, um nur einen definierten Kundenkreis (meist zahlende Abonnenten) an einem Programmangebot teilhaben zu lassen. Dazu werden den eigentlichen Daten weitere hinzugefügt. Die Einzelheiten der jeweiligen Verfahren sind geheim, um ein unerlaubtes Entschlüsseln ("Cracken") der Angebote zu verhindern. Inzwischen existiert eine ganze Reihe verschiedener Verschlüsselungssysteme (bspw. BetaCrypt, Irdeto, Viaccess, Seca, Cryptoworks, Mediaguard, Nagravision)

Verschlüsselungssymbol
Viele Reciever zeigen codierte Sender nach dem Finden per Sendersuchlauf mit einem eigenen Symbol an (vgl. Verschlüsselungssymbol bei TechniSat).

w

Kein Eintrag

x

Kein Eintrag

y

Kein Eintrag

z

Zwischenfrequenz
Der hohe Frequenzbereich, der vom Satelliten ausgestrahlt wird, lässt sich nicht durch ein Kabel übertragen und kann so nicht übertragen und verarbeitet werden. Deshalb wandelt die LNB direkt im Zentrum der Satellitenantenne das eingehende Signal in einen Zwischenfrequenzbereich (950 - 2150 MHz), der dann an den Reciever übertragen werden und dort verarbeitet werden kann.

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100 Hz
Durch einen technischen Trick wird bei dieser Technik die normale Bildwechselfrequenz von 50 Hz verdoppelt. Damit sind die Einzelbilder mit dem menschlichen Auge nicht wahrnehmbares, so dass sich ein flimmerfreies Bild ergibt.

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